Krankenversicherung
Gesetzlich oder privat ist eine Entscheidung mit langer Wirkung, und selten so eindeutig, wie sie verkauft wird. Für die meisten ist die gesetzliche Kasse mit der richtigen Zusatzversicherung der bessere Weg. Wir sortieren das mit dir.
Wo stehst du gerade?
Drei Fragen bringen die meisten zu uns. Such dir deine aus.
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Ich bin gesetzlich versichert und will mehr Leistung
Zahn, Krankenhaus, Brille: Mit der passenden Zusatzversicherung schließt du genau die Lücke, die dich stört.
Zu den Zusatzversicherungen → - 2
Ich überlege, in die private Krankenversicherung zu wechseln
Für wen sich das lohnt und für wen nicht, ehrlich erklärt. Mit PKV-Check und ersten Gesundheitsfragen.
Zur privaten Krankenversicherung → - 3
Ich bin privat versichert und mein Beitrag steigt
Bevor du kündigst: Es gibt einen besseren Weg, und der kostet dich keine Rückstellungen.
Was du tun kannst →
Noch unsicher, was zu dir passt? Mach den Krankenversicherungs-Check, zwei Minuten, ohne Gesundheitsfragen.
Zwei Systeme, zwei Logiken
Die gesetzliche Kasse funktioniert nach dem Solidarprinzip: Wer mehr verdient, zahlt mehr, und alle bekommen das Gleiche. Die private Versicherung rechnet für jeden einzeln: Dein Beitrag richtet sich nach deinem Risiko, nicht nach deinem Gehalt.
| Gesetzlich | Privat | |
|---|---|---|
| Wer ist dort versichert | Angestellte bis zur Versicherungspflichtgrenze, freiwillig auch alle anderen | Selbstständige, Freiberufler und Angestellte über der Grenze |
| Der Beitrag richtet sich nach | deinem Einkommen, bis zur Beitragsbemessungsgrenze | Eintrittsalter, Gesundheit und dem gewählten Tarif |
| Familie | Kinder und Partner ohne eigenes Einkommen oft beitragsfrei mitversichert | Jede Person hat einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag |
| Leistungen | Gesetzlich festgelegt, der Gesetzgeber kann sie ändern | Im Vertrag garantiert, für die ganze Laufzeit |
| Beim Arzt | Karte vorzeigen, die Kasse rechnet direkt ab | Du bekommst die Rechnung und reichst sie ein |
| Im Alter | Der Beitrag sinkt mit der Rente, weil er am Einkommen hängt | Der Beitrag hängt nicht an der Rente, Rückstellungen dämpfen ihn |
| Der Weg zurück | Die Kasse wechseln geht jederzeit | Zurück in die gesetzliche Kasse ist schwer, ab 55 meist unmöglich |
Was du im Monat zahlst
In der gesetzlichen Kasse zahlst du einen festen Anteil deines Einkommens: 14,6 % plus Zusatzbeitrag, als Angestellter trägt dein Arbeitgeber die Hälfte. Ab der Beitragsbemessungsgrenze steigt der Beitrag nicht weiter.
Wer gut verdient, zahlt also den Höchstbeitrag, für dieselben Leistungen wie alle. Genau an diesem Punkt wird die private Krankenversicherung interessant. Ihr Beitrag hängt nicht am Gehalt, er sinkt aber auch nicht, wenn du weniger verdienst, in Elternzeit gehst oder in Rente.
Gesetzlich bleiben, gezielt ergänzen
Für die meisten ist das der bessere Weg: Die Kasse bleibt die Basis, eine Zusatzversicherung schließt die Lücke, die dich stört. Ohne Systemwechsel und mit deutlich weniger Gesundheitsfragen als in der PKV.
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Zahnzusatz
Kronen, Implantate, Inlays und Prophylaxe. Für die meisten der wichtigste Baustein.
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Krankenhaus
Ein- oder Zweibettzimmer und die Wahl, wer dich operiert.
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Ambulant
Brille und Kontaktlinsen, Heilpraktiker und Vorsorge über das Kassenprogramm hinaus.
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Krankentagegeld
Das Krankengeld der Kasse liegt unter deinem Netto, für Selbstständige gibt es ohne Vertrag oft gar nichts.
Mehr für Selbstständige → -
Auslandsreise
Im Ausland zahlt die Kasse oft nur einen Teil, den Rücktransport nie.
Direkt online abschließen →
Beispiel: ein Implantat mit Krone
Rechnung rund 3.000 €
Worauf es beim Zahntarif ankommt
- Früh abschließen. Was der Zahnarzt schon angeraten hat oder was schon läuft, ist nicht versichert.
- Auf die ersten Jahre schauen. Viele Tarife begrenzen die Erstattung anfangs auf feste Beträge.
- Implantate mitdenken. Ein guter Tarif zahlt auch Implantate und Inlays, nicht nur die einfache Brücke.
Die gesetzliche Kasse zahlt beim Zahnersatz einen Festzuschuss für die einfachste ausreichende Versorgung. Ab 2027 sinken die Festzuschüsse zusätzlich, der Eigenanteil wird also größer.
Krankenversicherungs-Check
Welche Krankenversicherung passt zu dir?
8 kurze Fragen, etwa zwei Minuten. Keine Fragen zu deiner Gesundheit. Danach siehst du, welche Wege für dich in Frage kommen und welche Bausteine sich lohnen könnten. Unverbindlich und ohne Kaufdruck.
Was machst du beruflich?
Davon hängt ab, ob du überhaupt wählen kannst zwischen gesetzlich und privat.
Wo liegt dein Bruttogehalt?
Als Angestellter kannst du in die PKV wechseln, wenn du über der Versicherungspflichtgrenze verdienst. 2026 liegt sie bei 77.400 Euro brutto im Jahr, 2027 steigt sie deutlich auf 84.150 Euro. Wer knapp darüber liegt, sollte das noch 2026 klären.
Wie alt bist du?
Grob reicht. Das Alter entscheidet mit, wie gut ein Wechsel noch passt.
Wer gehört zu deinem Haushalt?
In der gesetzlichen Kasse kann die Familie mitversichert sein. In der PKV hat jeder seinen eigenen Vertrag.
Wie bist du heute versichert?
Wer schon privat versichert ist, hat andere Fragen als jemand, der gerade erst wählt.
Wie wichtig sind dir gute Leistungen beim Zahnarzt?
Die Frage zielt vor allem auf gesetzlich Versicherte. Gemeint sind Kronen, Brücken, Implantate und Prophylaxe.
Was wäre dir im Krankenhaus wichtig?
Auch das zielt vor allem auf gesetzlich Versicherte. Dort gilt im Krankenhaus die Regelleistung.
Wie lange kämst du ohne dein Einkommen aus?
Bei langer Krankheit fällt dein Einkommen nicht immer ganz weg, aber oft spürbar.
So sieht deine Lage nach deinen Antworten aus. Das ist eine erste Einschätzung und ersetzt kein Gespräch über deine Situation.
Sollen wir in Ruhe schnacken?
Lass dich zurückrufen. Wir sortieren mit dir, was zu dir passt, und sagen es ehrlich, auch wenn die Antwort lautet: Bleib, wo du bist. Kommt die PKV für dich in Frage, findest du auf unserer PKV-Seite einen eigenen Check mit ersten Gesundheitsfragen.
Passt oft dazu
Häufige Fragen
Sollte ich mich privat oder gesetzlich versichern?
Das hängt von Einkommen, Beruf, Familienplanung und Gesundheit ab, nicht vom günstigsten Einstiegsbeitrag. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist schwer rückgängig zu machen. Deshalb schauen wir genau hin, bevor wir etwas empfehlen, und raten auch ab, wenn es nicht passt.
Ab welchem Einkommen darf ich in die private Krankenversicherung?
Als Angestellter brauchst du ein Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze: 77.400 Euro im Jahr 2026, für 2027 sind 84.150 Euro beschlossen (die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus). Selbstständige und Freiberufler können unabhängig vom Einkommen wählen.
Lohnt sich eine Zusatzversicherung, wenn ich gesetzlich versichert bin?
Oft ja, gezielt eingesetzt, vor allem für Zahnersatz und das Krankenhaus. Sinnvoller als ein teurer Rundum-Tarif ist meist, genau die Lücke zu schließen, die dich betrifft.
Was zahlt die gesetzliche Kasse beim Zahnersatz?
Einen Festzuschuss: 60 Prozent der Kosten für die einfachste ausreichende Versorgung, mit lückenlosem Bonusheft 70 oder 75 Prozent. Alles darüber, etwa Implantate oder Keramik, zahlst du selbst. Ab 2027 sinken die Festzuschüsse zusätzlich. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt einen großen Teil des Eigenanteils.
Mein PKV-Beitrag steigt. Was kann ich tun?
Erst einmal nicht kündigen. Meist ist der Tarifwechsel bei deinem eigenen Versicherer nach § 204 VVG der bessere Weg, weil deine Altersrückstellungen erhalten bleiben. Diese Prüfung bieten wir selbst nicht an. In unserem Ratgeber zur PKV-Beitragserhöhung steht, wie du vorgehst.
Was kostet mich die Beratung?
Nichts. Vergütet werden wir über die Provision der Gesellschaft, bei der du am Ende abschließt.
Lass uns schnacken
Ruf an, schreib eine Nachricht oder buch dir direkt einen Termin – wir melden uns immer persönlich zurück.
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