Junge Tischler-Auszubildende hobelt an der Werkbank einer hellen Werkstatt in einem Hamburger Backsteingebäude und lächelt in die Kamera

Berufs­unfähigkeit

Deine Arbeitskraft trägt alles andere – die Familie, das Haus, den Betrieb. Fällt sie aus, reicht die gesetzliche Absicherung in aller Regel nicht. Wir schauen uns in Ruhe an, wie du dich richtig dagegen absicherst.


Was heißt berufsunfähig?

Berufsunfähig bist du, wenn du deinen Beruf wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst. Dann zahlt die Versicherung jeden Monat die vereinbarte Rente.

Der Staat springt erst viel später ein: Die Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn du in jedem Job nur noch weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kannst, egal was du gelernt hast. Und sie ist meist deutlich niedriger als das, was du heute verdienst.

Wie viel kannst du in deinem Beruf noch leisten?

Ab 50 % Einschränkung in deinem Beruf zahlt die BU die volle Rente. Darunter zahlt sie nichts, deshalb ist ein gut begründeter Antrag so wichtig.

Was deine Arbeitskraft wert ist

Sie ist das Wertvollste, was du besitzt. Schieb an den Reglern und sieh, was bis zur Rente zusammenkommt.

Wert deiner Arbeitskraft bis 67

ein Kästchen = ein Arbeitsjahr, das noch vor dir liegt

Vereinfachte Rechnung ohne Gehaltserhöhungen und Inflation, in Wirklichkeit liegt der Wert also eher höher.


Je früher, desto besser

Am besten schon in der Schule. Wer früh einsteigt, hat später den Fuß in der Tür, und zwar aus drei Gründen.

  • 1

    Gesund ist der Einstieg am leichtesten

    Im Antrag fragen Versicherer nach Erkrankungen und Behandlungen der letzten Jahre. Wer mit 30 einsteigt, hat oft schon Rücken, Allergie oder eine Therapie in der Akte. Mit 15 meist noch nicht.

  • 2

    Die Berufsgruppe bleibt

    Schüler werden nach der Schulform eingestuft, nicht nach dem späteren Beruf. Wer danach ins Handwerk geht, hätte dort deutlich schlechtere Karten. Mit der BU aus der Schulzeit bleibt die gute Einstufung.

  • 3

    Günstiger über die ganze Laufzeit

    Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter und bleibt dann. Wer jung beginnt, zahlt zwar länger, aber jeden Monat deutlich weniger.

Schülerinnen und Schüler mit Rucksäcken und Fahrrädern gehen an einem Herbstmorgen über den Hof eines Hamburger Backstein-Schulgebäudes

Klein anfangen, mitwachsen

Mit der Nachversicherungsgarantie lässt sich die Rente bei Lebensereignissen erhöhen, ohne neue Gesundheitsfragen. Ein Beispiel:

  1. 1.000 € Schule 15 J.
  2. 1.200 € Ausbildung 19 J.
  3. 1.800 € Berufsstart 23 J.
  4. 2.200 € Heirat 29 J.
  5. 2.600 € Hauskauf 33 J.
Monatliche BU-Rente, Beispiel. Wie oft und um wie viel du erhöhen darfst, steht im Vertrag.

„Die zahlen doch eh nicht.“ Doch.

Das Vorurteil hält sich hartnäckig, die Zahlen sagen etwas anderes: Knapp acht von zehn Anträgen werden anerkannt. Und wenn nicht, liegt es meist an zwei Dingen, die sich beeinflussen lassen.

Von 100 entschiedenen Anträgen

  • 80 anerkannt, die Rente wird gezahlt
  • 12 abgelehnt: weniger als 50 % berufsunfähig
  • 5 abgelehnt: falsche Angaben im Antrag
  • 3 abgelehnt: sonstige Gründe

Warum Menschen berufsunfähig werden

  • Psychische Erkrankungen 28 %
  • Muskeln, Skelett, Rücken 19 %
  • Krebs 15 %
  • Alles andere zusammen 38 %

Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund, nicht der Unfall und nicht der kaputte Rücken. Das betrifft Büro und Baustelle gleichermaßen.

  • Ehrlich in den Antrag

    Gut jede vierte Ablehnung geht auf falsche oder fehlende Angaben im Antrag zurück. Das lässt sich vermeiden.

  • Gut begründet im Leistungsfall

    Die meisten Ablehnungen kommen, weil die 50 % nicht nachgewiesen sind. Mit genauer Tätigkeitsbeschreibung und ärztlichen Unterlagen steigen die Chancen.

Quelle: Franke und Bornberg, BU-Leistungspraxisstudie 2026, 36.128 Leistungsfälle aus dem Jahr 2024. Gerundet; die Anteile der Ablehnungsgründe sind auf 100 Anträge umgerechnet.


Die Gesundheitsfragen entscheiden

Was im Antrag fehlt oder falsch ist, kann den Schutz später kosten. Deshalb nehmen wir uns dafür Zeit.

  • Erst die Akte, dann der Antrag. Bei Unsicherheit fragen wir bei Ärzten und Krankenkasse nach, was dort tatsächlich steht.
  • Auch die Psyche. Versicherer fragen ausdrücklich nach Psychotherapie und psychischen Diagnosen, auch nach kurzen Behandlungen. Das gehört ehrlich in den Antrag.
  • Anonym vorfragen. Bei Vorerkrankungen klären wir ohne Namen bei mehreren Versicherern, wer gut annimmt. Erst dann stellen wir den Antrag.
Hausärztin im Gespräch mit einem jungen Mann in einer hellen Hamburger Altbaupraxis

So arbeiten wir

Die Schüler-BU begleiten wir selbst, vom ersten Gespräch bis zum Antrag. Für Erwachsene mit Vorerkrankungen oder besonderen Berufen arbeiten wir mit spezialisierten Kollegen zusammen, die jeden Tag nichts anderes machen. Wir sorgen dafür, dass du bei den Richtigen landest.

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Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Am günstigsten ist der Einstieg, je früher er passiert – für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende ebenso wie für junge Berufseinsteiger. Der Beitrag wird beim Abschluss festgeschrieben, die Gesundheitsfragen sind in jungen Jahren meist unkompliziert zu beantworten, und die Einstufung in eine günstige Berufsklasse bleibt über die gesamte Vertragslaufzeit erhalten – unabhängig davon, welchen Beruf man später tatsächlich ergreift.

Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?

Berufsunfähig bist du, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Erwerbsunfähig im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung bist du erst, wenn du praktisch keiner Tätigkeit mehr nachgehen kannst – ein deutlich engerer Maßstab, den die private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht anlegt.

Was bedeutet abstrakte Verweisung?

Damit kann eine Gesellschaft dich auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest, selbst wenn du ihn nie gelernt hast. Ein guter Vertrag verzichtet darauf – wir achten beim Vergleich gezielt darauf.

Kann ich meinen bestehenden Vertrag einfach kündigen und neu abschließen?

Nicht ohne Weiteres. Kündige nie, bevor der neue Vertrag unterschrieben und die Gesundheitsprüfung abgeschlossen ist – sonst kann eine Lücke entstehen, in der du gar nicht abgesichert bist. Wir begleiten den Wechsel Schritt für Schritt.

Was kostet mich die Beratung?

Nichts. Die Beratung ist für dich kostenfrei – vergütet werden wir über die Provision der Gesellschaft, bei der du am Ende abschließt. Die steckt ohnehin im Beitrag.


Lass uns schnacken

Ruf an, schreib eine Nachricht oder buch dir direkt einen Termin – wir melden uns immer persönlich zurück.

Bitte keine Gesundheitsdaten, die besprechen wir am Telefon.

Wir rufen werktags innerhalb eines Tages zurück.

Willhoop 5, 1. OG · 22453 Hamburg · +49 40 3786720